
Es geht ja mittlerweile überall durch die weltweite Presse. Die Preise für Reis und andere Grundnahrungsmittel, insbesondere natürlich derer, die auf Getreide beruhen, sind am steigen. Schuld daran sind hauptsächlich einige (aber nicht nur) Industrienationen, die vermehrt auf die Verwendung von Biokraftstoffen setzen und einfach alle Getreidevorräte aufkaufen, die für die Herstellung des Biosprits erforderlich sind. Schuld sind aber auch einige aufstrebende Entwicklungsländer, deren Einwohner sich plötzlich mehr leisten können und damit auch mehr kaufen wollen. Nach den Gesetzen der freien Marktwirtschaft werden damit natürlich die Handelspreise am Weltmarkt nach oben getrieben.
Und schon sind wir in der Situation, das sich in vielen ärmeren Entwicklungsländern, und dazu zählen auch die Philippinen, viele Menschen das Grundnahrungsmittel Reis nicht mehr leisten können. Hier auf den Philippinen ist der Preis für ein Kilo Reis von ca. 17,- bis 30,- Peso auf ca. 27,- bis 40,- Peso gestiegen (siehe Foto).
Die Medien heizen die Situation noch ein wenig an, indem sie den Eindruck erwecken, das es keinen Reis mehr gäbe, bzw. derselbe zumindest knapp würde. Dem ist aber nicht so. Vielmehr werden Resivorräte von einigen Geschäftstüchtigen Händlern zurück gehalten um sie etwas später mit wesentlich mehr Profit wieder verkaufen zu können.
Das Problem ist nun, das die vermeintliche Knappheit am Grundnahrungsmittel vielerorts zu Gewaltausbrüchen führt, denn wenn die Leute sich das Essen nicht mehr kaufen können, dann holen sie es sich. Das ist eine gefährliche Gratwanderung, die auch hier auf den Philippinen zu ungewollten Gewaltausbrüchen, wenn nicht sogar zu einem Bürgerkrieg führen kann. Wir wollen alle hoffen, das es nicht soweit kommt und die Philippinen uns als Aufenthaltsort als Alternative zu Deutschland erhalten bleiben.
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Ich hatte schon Anfang der Saison über die stark gestiegenen Preise für diverse Sachen auf den Philippinen berichtet. Dazu gehörte u.a. der Preis für Gas, das zum Kochen gebraucht wird, Benzin & Diesel sowieso und auch der Preis für ein Kilo Zwiebeln, der sich von über 200,- Peso das Kilo nun wieder auf 50 oder so normalisiert hat. Den plötzlichen Anstieg konnte keiner erklären. Nun ist es also der Reis. Da ist von einer Dürre in Indonesien und den Philippinen die Rede, dabei hatten wir hier auf den Philippinen nachweislich die feuchteste Saison seit Jahren. Schon machen Gerüchte die Runde, daß die Zwischenhändler den Reis horten, um ihn etwas später zu einem viel höheren Preis wieder verkaufen zu können. Die Reiskrise ist also mal wieder hausgemacht, am grünen Tisch herbeigeredet, wie auch schon die Vogelgrippe und die Ölkriese. Ich hoffe das die Zwischenhändler und Politiker, die im Moment die höheren Weltmarktpreise für Reis zu verantworten haben, an ihren Reisvorräten ersticken werden. Auf dem Markt in der Provinz, wo der Reis zum größten Teil noch direkt von den Bauern verkauft wird, hat sich der Preis jedenfalls bis jetzt noch nicht merklich erhöht und ich hoffe das bleibt auch so. In den Nachrichten war gestern Abend schon von Randalen und Protesten in Ägypten die Rede (wegen der hohen Reispreise) und auch in Asien wird es nicht anders kommen, wenn sich ein Großteil der Bevölkerung das Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten kann. Im schlimmsten Fall kann das soger zu einem Bürgerkrieg führen.
Ein Leser hat mich gerade auf einige Änderungen in den Regelungen für das Retirement (Rentner) oder auch Daueraufenthalts Visum für die Philippinen aufmerksam gemacht. Grundsätzlich haben sich die Beträge, die man auf einem Festgeldkonto anlegen muß um eine Daueraufenthaltserlaubnis in den Philippinen zu bekommen, verringert.
Wer 35 – 49 Jahre alt ist muß dazu 50.000,- US$ auf dem Festgeldkonto haben, ab 50 Jahre sind es nur noch 20.000,- US$. Diese Regelung gilt, wenn man keine Rente o.ä. bezieht. Wer hingegen mind. 50 Jahre alt ist und eine Rente von mind. 800,- US$ (1000,- US$ für Verheiratete) bezieht, braucht nur noch 10.000,- US$ festzulegen um das begehrte Visum zu bekommen. Der Betrag kann alternativ auch in “investiert” werden. Alles weitere dazu gibt es auf meiner Philippinen Webseite. Eine weiter kleine Änderung scheint es bei langfristigen Mietverträgen mit Ausländern zu geben, die gehen jetzt über 25 + 25 Jahre (privat) bzw. über 50 + 25 Jahre bei kommerzieller Nutzung (Hotel, Farm, Firma o. ä.) Die Details dazu gibt es ebenfalls auf meiner Philippinen Webseite, hier!
Morgen geht es wieder los. Religiöser Fanatismus mal etwas anders, Ostern in den Philippinen. Da gibt es ein paar Orte, ich glaube irgendwo Nähe Manila, wo sie sich gegenseitig ans Kreuz nageln(!) und gestern Abend haben sie im TV einen Italiener interviewt, der extra auf die Philippinen gekommen war um das einmal zu sehen. Na toll, aber so Leute muß es wohl auch geben. Hier unten im Süden ist es nicht ganz so schlimm aber gestern bin ich bei meiner abendlichen Fahrrad Tour im Nachbardorf auch schon über eine Prozession gestolpert. Morgen wird es noch schlimmer: Gegen 5:00 Uhr morgens, wenn es noch ein bißchen kühl ist marschieren sie alle hoch zum Big Cross, oben auf dem Berg, zum Beten und Picknick. Gegen 8:00 wenn es dann etwas wärmer wird sind sie schon wieder zurück. Dann geht es in die überfüllte Kirche. Ich denke die Philippinen sind wohl das katholischste Land auf der Erde oder gibt es irgendwo noch schlimmere? Na ja, wie auch immer, ich brauch ja nicht mit zu rennen. Ich hoffe das sie sich bis nächste Woche wieder beruhigt und die Hotelanalgen geräumt haben, denn wenn der ganze Zauber vorbei ist wollen wir versuchen unseren seit langem geplanten Trip nach Dumaguete und Siquijor zu machen. Jedenfalls wenn das Wetter mitspielt.
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