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Regen in den Philippinen

Langsam schwinden die Hoffnungen, daß das Wetter irgendwann nochmal besser wird. Es regnet jetzt schon seit Wochen, mal mehr, mal weniger.  Was es aber hier in den letzten zwei Tagen runterhaut, ist schon bemerkenswert. Es schüttet wie aus Eimern und das fast ohne Unterbrechung. Es ist mal wieder nur noch eine Frage der Zeit, wann es irgendwo den nächsten Erdrutsch geben wird.
Ein neues Jahr bedeutet für uns auch neue Zimmerleute! Ein neues Zwei Mann Team hat sich heute daran versucht unser Badezimmer fertig zu fließen, nachdem das alte Team am Sonntag die Flügel gestreckt hat. Schneller sind sie nicht aber sie arbeiten nicht mehr nach Stundenlohn, sondern werden nach einzelnen Fließen bezahlt. Wenn das Badezimmer mal fertig ist, ist es ein richtiges Erlebnisbad…

Fast erfroren, bei 24° C

Der alte Mann unter dem StrohdachIm April 2007 hatte ich hier über den gedopten Opa aus der Nachbarschaft berichtet. Obwohl er bei der letzten Aktion vor 2 Jahren schon fast gestorben wäre, lebt er immer noch, liegt immer noch jeden Tag unter seinem Strohdach und sorgte in den letzten Tagen wieder für Schlagzeilen in der Nachbarschaft. Ich hatte ja auch geschrieben, daß wir in den letzten Tagen hier fürchterliches Sauwetter hatten. Es regnete ohne Unterbrechung den ganzen Tag und dabei kühlte sich die Luft bis auf 24° ab. Wir hatten mehr zufällig mal auf das Thermometer geguckt. Vorgestern Abend dann, der alte Mann hatte sich nicht davon abbringen lassen auch bei dem Regenwetter den ganzen Tag unter seinem Strohdach zu liegen, war er fast steif gefroren! Als man ihn Abends rein holen wollte konnte er sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen und sein ganzer Körper war eiskalt. Die Familie hat ihn dann erstmal zugedeckt und später massiert und mit ätherischen Ölen eingerieben und da kam er dann langsam wieder zu sich. Der Mann litt tatsächlich an Unterkühlung, die Symptome sind ziemlich eindeutig, wie auch die Auswirkungen der wohl eher zufälligen Behandlung mit Kreislauf fördernden Maßnahmen und Mitteln. Jedenfalls fing er allmählich wieder an zu sprechen und sich zu bewegen und heute lag er wieder unter seinem Strohdach als wäre nichts gewesen. Es ist nichts ungewöhnliches, das sich der Körper im Ruhezustand leicht unter seine “Solltemperatur” abkühlt, besonders für einen Filipino, der zeitlebens nur Temperaturen jenseits der 30° Marke gewohnt ist. Jedenfalls ist es verwunderlich, was der alte Mann auf seine alten Tage durchstehen muß und überlebt…

Inflation auf den Philippinen?

Der Preis für eine Flasche Flüssiggas (zum Kochen) hat sich im Laufe von 3 Jahren von 460,- auf 720,- Peso erhöht. Der Preis für ein einfaches Toastbrot stieg von 20,- Peso auf 27,- Peso innerhalb der letzten 2 Monate und heute kam der Preisschock mit den Zwiebeln: von 70,- auf knapp 200,- Peso in ca. 2 Wochen.  Über die Benzinpreise wollen wir gar nicht reden. Was ist hier eigentlich los? Sieht so aus als wenn die Inflation nicht nur in Deutschland stattfindet, das hat sich schon bis auf die Philippinen durchgeschlagen. Ich frag mich bei den Preisanstiegen immer nur, wovon die Filipinos das bezahlen, die schon den Kühlschrank nur als Ameisenschutz benutzen, für den Strom haben sie schon lange kein Geld mehr. In der Nachbarschaft wird hier und da schon mal zeitweise der Strom abgeklemmt, weil die Leute die Rechnung nicht bezahlen können. Viele Familien werden natürlich auf von ihren Töchtern und ihren hart im Ausland arbeitenden Söhnen unterstützt aber die verdienen ihr Geld auch in Dollar und der ist hier unten auch immer weniger wert. Vor 4 Jahren war der Kurs mal bei 1:55, jetzt steht er bei 1:40!

Ohne Geld in den Philippinen

Also ich promote ja auch immer, das man mit relativ wenig Geld auf den Philippinen leben kann. Hier auf der Insel gibt es aber einen Deutschen der übertreibt es wohl ein wenig:
Noch keine 30 Jahre alt, lebt er schon seit 7 Jahren in den Philippinen und lebt mehr oder weniger von den 100,- Euro, die ihm seine Oma (!) jeden Monat schickt. Ab und zu mal ein Job für den ein oder anderen Tausender (Pesos) und das war’s dann. Der Pass ist schon seit ca. 1 Jahr abgelaufen und ebenso wahrscheinlich die Aufenthaltserlaubnis für die Philippinen. Jetzt dämmert es so langsam, das es so nicht weitergehen kann. Er denkt darüber nach zurück nach Deutschland zu gehen, aber wie? Erstmal auf die Botschaft nach Manila für einen neuen Pass aber schon für den Trip dorthin reicht das Geld nicht. Dann steht noch die philipp. Immigration aus wegen Overstay, für was weiss ich wieviele Jahre… Frau und Kind hat er auch noch und die sollten auch noch mit, oh weia!!!
Wenn’s dann irgendwie klappt, was macht man dann in Deutschland? Keine Wohnung, kein Geld, nur mit einen Berg von Schulden, die man vor ein paar Jahren mal zurück gelassen hat? Vor allem: Was machen die in Deutschland bei der Einreisen mit solchen Leuten? Irgendwo muß man sie ja hin stecken, bis diverse Formalitäten erledigt und vielleicht eine Wohnung gefunden ist…
Freue mich auf Eure Kommentare und Vorschläge!

Ich bin dann mal weg

Also Leute, ich bin für ein paar Tage in Mindanao, in tiefstem Feindesland und Terroristengebiet! Es gibt ein Familientreffen (Reunion) und am Sonntag ist noch Townfiesta in Don Carlos, Bukidnon, wo der Rest der Familie meiner Frau wohnt. Sei’s drum. Mit dabei ist eine riesige Tasche voller Stofftiere und ca. 30 Tafeln Schokolade, die wir noch aus Deutschland mitgebracht hatten.
In den letzten Tagen hatte man uns und offensichtlich auch dem Rest der Philippinen des Internets beraubt. Es ging einfach nichts mehr, Globe Telecom sei Dank. Das kann man auch nur machen wenn man keine Konkurrenz hat. Man dreht einfach der ganzen Nation den Hahn ab und die Filipinos sind bekanntlich ein Volk das sich über nichts beschwert, also was soll’s. Ich wollte auch noch ein Flugticket für unseren Rückflug buchen, ging nicht! Das Boot von Tagbilaran nach Cagayan den Oro ist kaputt (Gott sei Dank, die alte Rostlaube) , also müssen wir nun mit Super Ferry von Jagna auf der anderen Seite der Insel aus nach Cagayan fahren. Für den Rückweg wird uns am Montag wohl nichts anderes übrig bleiben als den Umweg über Cebu in Kauf zu nehmen, wenn das andere Boot immer noch kaputt ist. Also wie gesagt, ich bin dann mal weg…

Was für ein Trip

Bin wieder da! Am Donnerstag sind wir morgens um 10:00 aufgebrochen um die Fähre von Jagna nach Cagayan de Oro zu erwischen, was uns natürlich auch gelang. Um 21:45 angekommen, folgte eine Nacht in einem Stadthotel, bevor wir uns am nächsten Morgen auf die 3 stündige Busfahrt nach Don Carlos in der Provinz Bukidnon machten, wo noch am selben Abend zu unseren Ehren und auf unsere Kosten ein Spanferkel auf den Tisch kam. Das war dann schon das große Familientreffen, die nächsten beiden Tage sollten der Townfiesta in Don Carlos gewidmet werden. Diese erste Nacht verbrachte ich in einem der Hauptstraße zugewandten Zimmer, mit offen Lamellen , wobei draußen bis ca. 22:00 die Trycicles und Motorbikes vorbei knatterten und sich bis um 2:00 morgens 4 oder 5 Karaoke Schuppen in der Nachbarschaft gegenseitig Konkurrenz boten. Um 4 oder 5:00 Uhr morgens fuhren dann wieder die Motorbikes. Da ich schon vorher angekündigt hatte an der Townfiesta nicht teilzunehmen und das Vergnügen meiner Frau zu überlassen, durfte ich mich am Samstag Nachmittag dann endlich in eines der Badeparadiese in der Nähe absetzen, wo ich auch die beiden verbleibenden Nächte verbrachte… weiterlesen »

Die Fließenleger Story

Nachdem wir vorgestern Morgen unseren 3. Fließenleger verschlissen haben, hat Nummer 4 das Werk jetzt fast fertig gestellt. Das ist bisher der einzige, bei dem man den Eindruck hat das er weiß was er tut.
Insgesamt waren 1 Badezimmer (2,60 x 2,50), 1 Office (ca. 2,60 x 2,60), 1 Schlafzimmer (ca. 4,50×4,50) und ein angesetzter Balkon ( ca. 5 x 1,50) zu verfließen. Also rund 40 m² Boden plus die Wände im Badezimmer. In Deutschland hätte ein Fließenleger das in etwa 1 Woche fertig gehabt, die philippinischen Kollegen haben nun sage und schreibe 8 Wochen dafür gebraucht. Gekostet hat es aber trotzdem nur ca. 150,- Euro an Arbeitslohn.
Auf den Philippinen gibt für alle Arten von Bauarbeiten die “Carpenter”, also auf Deutsch “Zimmermann”. Wärend in Deutschland der Zimmermann aber nur für den Dachstuhl etc. zuständig ist, sind das auf den Philippinen zumindest auf dem Papier regelrechte Multitalente. Sie mauern, verputzen, legen Fließen, machen Holzdecken, legen Wasserleitung, bauen Möbel und vieles mehr. Meine Vermutung, das ein Mann aber nicht alles gleichzeitig gut können kann, hat sich aber bestätigt. Mann muß also herausfinden, welcher “Carpenter” gerade für das entsprechende Fachgebiet geeignet ist und das ist gar nicht so einfach. Immerhin haben wir jetzt nach 4 Jahren einen Fließenleger, einen Maurer und einen Möbelmann herausgefiltert. Es fehlte noch ein Elektriker und ein Klempner aber das war ich in einem früheren Leben mal selber, so das wir da nicht groß suchen müssen.

Kreditkartenlimit Philippinen

Da ist mir heute mal wieder der Kragen geplatzt. Ich hatte schon am Samstag versucht zur Abwechslung mal mit meiner Master Karte Geld zu ziehen und bekam nur die Meldung: “You are over your daily limit“! Häähh? Ich hatte doch noch gar nichts abgehoben. Eine andere ATM Maschine teilte mir mit: Your Transaction is not allowed“! Was war das? Ein Netzwerkfehler oder hatte jemand meine Karte geknackt? Vorsichtshalber gestern morgen mal bei der Hotline in Deutschland angerufen, dort wußte man von nichts, es hatte auch niemand mit meiner Karte etwas abgebucht. Heute also neuer Versuch, gleiche Meldung. Der Sicherheitsbeamte der neben der Maschine stand klärte mich dann auf: We have changed the limit per transaction to 5000,- Peso! Das darf doch nicht war sein, oder? Bisher waren schon immer alle Automaten auf den Philippinen auf 4000 oder 5000 Peso limitiert, nur an den Automaten der BPI (Bank of Philippine Islands) konnte man 10000,- Peso auf einmal abheben. Also rein in die Bank und bei der Dame am “Customer Service Counter” nachgefragt. Man hat das Limit geändert, weil alle anderen Banken auch 5000,- als Limit haben. Toll, wenn alle anderen aus dem Fenster im 10. Stock springen, springen wir gleich mit. Da ist man an einem Urlaubsort, wo jeden Tag hunderte Touristen Geld ziehen wollen und dann ein Limit von 5000,-! Das sind gerade mal 83,- Euro. Wohl gemerkt: Man kann natürlich mehrmals hintereinander die 5000,- ziehen aber es kostet mit der normalen Kreditkarte jedesmal ca. 5,- Euro an Gebühren + 1% für Auslandseinsatz. Da läppert sich schon was zusammen. Travellercheques wird man auf den Philippinen auch nur an ganz wenigen Stellen los.
Fazit: Nur mit dem kostenlosen Girokonto der DKB kann man mit der dazugehörigen und ebenfalls kostenlosen VISA Karte weltweit kostenlos Geld an den Automaten ziehen und das funktioniert auch in den Philippinen:

Der Nachbar kommt

Morgen müßte unser Nachbar ankommen, ein anderer Deutscher, der hier einen knappen KM von uns weg wohnt. Das ist der, der jeden Tag mit seinem Segelboot rausfährt und ich habe immer noch keins. Sch…..
Im Sommer hatten wir mal zusammen gegrillt (siehe Bild) und wir werden hier wohl auch die ein oder andere Grillparty feiern.
Unsere Bauarbeiten hier sind nun auch fast abgeschlossen, ich muß nur noch die Decken und Wände streichen, so daß wir ab sofort in die Urlaubsphase übergehen, wird auch Zeit nach fast 3 Monaten auf der Baustelle. Für mich steht morgen mal wieder Tagbilaran auf dem Programm, ein paar Lebensmittel und Farbe für die Wände kaufen, also bis dann…

Malermeister und Landstreicher

War heute in Loon auf der Suche nach Fensterlamellen und bin dabei im Hardware Store in einen Bautrupp gerannt der auch einige Anstreicher (Maler) dabei hat. Der “Engeneer” kam kurz darauf bei uns vorbei, machte mir einen Preis von 95,- Peso/m² für’s Decke ausspachteln und streichen und hatte den Job! Morgen früh geht’s los. Ich werde mich derweil weiter mit den Wänden beschäftigen, während die Profis die Decke machen. Ein neues Abenteuer, ich bin gespannt.
Habe dann heute auch noch unseren deutschen Nachbar besucht, der vorgestern angekommen ist. Wir sind zwar nicht in der Überzahl aber immerhin bin ich nicht mehr die  einzige Langnase im Barqangay.